Geschäftsstelle Impressum Datenschutz Sitemap

Der Donaudurchbruch zwischen Winter und Frühling
7., 8. und 15. März 2025

Das war doch mal was Neues, dass eine Wanderung aufgrund der hohen Nachfrage insgesamt dreimal durchgeführt wurde. Allerdings lief jede Wanderung etwas anders ab.

Die erste Variante mit einer kleinen Gruppe stand wieder einmal stark unter dem Einfluss der Deutschen Bahn, die unerwarteterweise zwischen Söflingen und Herrlingen nächtliche Bauarbeiten nicht abschließen konnte, was die Pünktlichkeit und Verfügbarkeit der Züge von Ulm Richtung Donautal stark beeinträchtigte. Unser ursprünglich angedachter Zug fiel aus, und so konnten wir erst (aber gottseidank doch) eine Stunde später nach Beuron aufbrechen.

Um die verlorene Zeit wieder reinzuholen und den Abschluss der Fahrt mit der Einkehr in Sigmaringen gleich zu lassen, wurde der Schlenker um das Kloster Beuron weggelassen und der Weg nach Hausen im Tal direkt in Angriff genommen. Dieser Weg folgte meist entlang der Donau im Talgrund; nur einmal ging es halbhoch und durch eine felsige Scharte und wieder hinab zu Donau. Dabei hatten wir tolle Ausblicke auf den Petersfelsen gleich bei Beuron (der Paulsfelsen war unweit davon weg), den Altstadtfelsen (vermutlich nach einer alten keltischen Siedlung benannt) und last not least zur wunderschön gelegenen Burg Wildenstein, in der heute eine Jugendherberge beheimatet ist. Auf der anderen Seite der Donau liegt nahe dem Weiler Oberhausen ein kleines Kraftwerk, das mit der Wasserkraft der Donau elektrischen Strom produziert.

Der Weg durch die Scharte war ziemlich schmal und führte direkt an einem Felsen vorbei. Unten wieder angelangt ging es an der Maurus-Höhle (oder Rote Brunnenhöhle) vorbei, die aufgrund ihrer Geräumigkeit schon vor ca. 15.000 Jahren besiedelt wurde. Da sie heute auch ein wichtiger Schlafplatz für Fledermäuse ist, darf sie aber in den Wintermonaten nicht begangen werden). Der Weg führt dann weiter zu einem Steg über die Donau, von dem aus ein Weg hoch zur Burg Wildenstein führt. Hier machten wir in der Nähe von den ersten Frühlingsblümchen Rast.

Weiter ging es dann immer nahe der Donau mit Blick zunächst auf die Eichfelsen, bis dann allmählich die Burg Werenwag auftauchte und zusammen mit den Knopffelsen die Szenerie bestimmte.

Von dort war es jetzt nicht mehr weit bis zum Bahnhof von Hausen im Tal. Trügerisch war allerdings, dass wir ihn schon auf der anderen Seite der Donau sahen, aber erst noch bis zur nächsten Brücke und dann an der Straße entlang zurück zum Bahnhof laufen mussten.

Von dort ging es dann pünktlich (!) nach Sigmaringen zur Schlusseinkehr bei einem guten Italiener und dann wieder ebenso pünktlich (!) zurück nach Ulm.

Tags drauf war dann die große Gruppe dran. Und da der Zug nun ohne Probleme abfuhr, waren wir auch pünktlich in Beuron, so dass wir dieses Mal auch den Schlenker um das Kloster Beuron (einschließlich einer kurzen Besichtigung der Kirche) durchführen konnten. Da allerdings einige ‚Neulinge‘ dabei waren, wurde der Weg über die Scharte weggelassen und ein einfacherer Weg auf der anderen Donauseite gewählt. Dieser führte nicht an der Maurushöhle, sondern an der Mauruskapelle vorbei, die wir mit ihrem Vorplatz zu einer Rast nutzten. Wenig später waren wir an dem schon angesprochenen Steg über die Donau, den wir nutzten, um wieder zum ursprünglichen Weg zu gelangen. Von dort ging es wieder bis zum Bahnhof Hausen im Tal und weiter nach Sigmaringen, wo die Einkehr diesmal im Brauwerk Zoller-Hof stattfand. Die Zeit reichte dann für viele noch für ein kleines Eis von der Eisdiele vor der Gaststätte, bevor es wieder mit dem Zug zurück nach Ulm ging.

Um nun wirklich allen Interessierten diesen schönen Weg zu zeigen, fand eine Woche drauf noch einmal die dritte und letzte Wanderung – wieder mit einer kleinen Gruppe – statt. Den Weg kannte der Wanderführer so langsam aber sicher. Diesmal ging es wieder um Beuron herum (mit Besichtigung der Klosterkirche) und über Scharte und Höhle; Einkehr war dieses Mal wieder beim Italiener in Sigmaringen und im ganzen Ablauf traten keine Verspätungen auf, so dass wir dieses Mal sogar eine Stunde vor der ursprünglich geplanten Zeit in Ulm ankamen.

Und nächstes Jahr geht’s weiter im Donaudurchbruch!

Volker Korte; 20. April 2025
 
Der Donaudurchbruch zwischen Winter und Frühling (1324 kByte)
 
 
 
 
 
 
Zurück zur Liste