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Rückblick: Zwei Pumpwerke der Albwasserversorgung

Etwas ungewohnt trifft man sich bei schönem Wetter nicht im Bahnhof, sondern am ZOB West. Und zu allem Überfluss blockiert ein Unfall mit seinem daraus resultierenden Stau auch noch etliche Straßen und Buslinien. Trotzdem sind (fast) alle, die sich angemeldet haben, pünktlich da. Nach einer zick-zackmäßigen Fahrt mit dem Bus durch Ulm und Blaustein erreichen wir den Weiler Hohenstein, an dem wir aussteigen und die Wanderung beginnen.

Von dort geht es ziemlich steil hinab nach Lautern. Dort entspringt die Kleine Lauter, und unmittelbar neben der Lauterquelle befindet sich das Pumpwerk der früheren Albwasserversorgungsgruppe IV. Diese entstand zwischen 1873 und 1875 und versorgte benachbarte Ortschaften auf der Albhochfläche wie Bermaringen, Temmenhausen, Tomerdingen, Scharenstetten und Dornstadt.

Weiter geht es wieder hinauf durch einen schönen Hangwald mit einem Rest Märzenbecher und oben wieder angelangt, vorbei an einer Feldhüle nach Asch. Die dortige, normalerweise sehenswerte Hüle wird gerade saniert, und so zeigt sich uns leider nur ein matschiges Loch mit vielen Baumaschinen. Aber wenn es fertig ist, soll es richtig schön aussehen. Nach einer Vesperpause geht es weiter zum Segelflugplatz Blaubeuren. Da dieser aus Sicherheitsgründen nicht überquert werden darf, macht der Weg einen kleinen Schlenker bis zum Ortsrand von Sonderbuch. Von dort geht es am Hochbehälter der Blaubeurer Versorgungsgruppe III (sehenswert noch das alte Schachthäuschen) vorbei, bis der Weg hinab nach Blaubeuren führt.

Über den etwas schwierigen Abstieg am Blautopf angekommen, treffen wir erstmals nach längerer Wanderung wieder auf andere Menschen; darüber hinaus hat der Blautopf an diesem Tag eine besonders intensive Färbung. Unmittelbar neben dem Blautopf befinden sich das Denkmal für den Initiator der Albwasserversorgung, Carl Ehmann, und dessen wichtigste Helfer sowie das Pumpwerk der Versorgungsgruppe III, die 1075 und 1076 entstand und von der aus Ortschaften wie Berghülen, Suppingen, Asch, Sonderbuch, Wippingen und Seißen.

Uns zieht es jedoch langsam aber sicher zur Einkehr, die im Naturfreundehaus in Blaubeuren stattfindet. Von dort sind es dann am Schluss nur noch wenige Minuten bis zum dortigen Bahnhof, von dem aus wir mit dem Zug die Rückfahrt nach Ulm antreten.

V. Korte; 30. April 2019


Rueckblick AWV.pdf (1670 kByte)
 
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