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Rückblick: Bermatinger Waldwiesen

Bermatinger Waldwiesen, so die Anzeige im Jahresprogramm, doch Bermatingen - wo ist das? Wir Ulmer kennen wohl Bermaringen auf der Alb. Doch wenn Rosemarie Geiger eine Tour führt, geht es in der Regel in die Bodenseegegend. Und so ist es: Wir 25 Frauen fahren mit dem Zug nach Friedrichshafen, steigen dort um in die Regionalbahn nach Bermatingen-Ahausen.
 
Schon im Zug haben wir ein wunderschönes Alpenpanorama, das wir auf der Wanderung noch mehrmals bewundern werden. Auf der Fahrt können wir uns schon auf Bermatingen und unsere Wanderung freuen, Rosemarie Geiger hat für alle einen Führer durch den Ort und einen Ausdruck unserer Wanderstrecke mitgebracht - herzlichen Dank.


In Bermatingen angekommen besuchen wir zuerst die Kirche St. Georg, die 779 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Doch von Romanik ist außer am wuchtigen Turm nichts mehr zu sehen. 1390 wurde die Kirche gotisch gebaut, dreischiffig, was hier in der Gegend eher selten ist. Besonders sehenswert sind die alten Fresken - z.B. das Jüngste Gericht im Chor. Teilweise ist die Innenausstattung barock ergänzt.
 
 
 
Und nun geht es ziemlich steil hinauf, teils über Treppen. Am Haubühl erreichen wir nach ca. 90 Minuten die Höhe und genießen die prächtige Aussicht nach Westen ins Salemer Tal und nach Süden ins Gebirge. Baumstämme, sogar einige Holzbänke laden zu einer gemütlichen Rast ein.

 
"Bald danach gelangt der Wanderer zu besagten Bermatinger Waldwiesen - und wird sogleich regelrecht verzaubert durch die einzigartige Atmosphäre dieser seltenen Art von Lichtung: Natürlich gewachsene Wiesenflächen, gesäumt von dichtem Wald und durchflossen von einem schmalen Bach ....." - so zu lesen in der Beschreibung des Wanderweges.


Über Feldwege gelangen wir zum Hofgut Wiggenweiler. Hier wird vor einem freilaufenden Hund gewarnt. So nehmen wir die Ängstlichen in die Mitte der Gruppe, was jedoch nicht nötig ist, nirgends ist ein Tier zu sehen.

Interessant ist dann das ehemalige Kloster Weppach, bzw. die Klosterkirche. Einst im Besitz von Beginen, später von Franziskanerinnen ist die Kirche heute bewohnt. In der Kirche stehen Fahrräder, Motoräder, Biergarnituren und Getränkekisten mit Getränken zum Kauf bereit, sauberes und benutztes Geschirr, auf der Empore allerhand Gerümpel - eine Idylle.
 
 

Im weiteren Verlauf gilt es den Weppachtobel hinunterzusteigen um dann auf der gegenüberliegenden Seite wieder hoch zu klettern. Fürsorglich sichern Rosemarie und Irmlind "gefährliche" Stellen, so dass alle unbeschadet wieder auf die Höhe gelangen. Und hier breitet sich wieder das traumhafte Alpenpanorama aus, den Säntis erkennen die meisten, einige sehen sogar das Kreuz, links daneben der Altmann.
 
 

Durch Weinberge gelangen wir schließlich wieder nach Bermatingen hinunter. Die meisten haben jetzt Kaffeedurst, andere schauen sich erst noch im Dorf um. Wie frisch herausgeputzt erscheinen die alten Fachwerkhäuser, der ganze historische Dorfkern steht unter Denkmalschutz.


Gemütlich ist es dann im Café, wir rücken zusammen, damit alle Platz finden. Und danach bleibt noch mal Zeit, ein wenig im Ort zu bummeln, noch mal zur Kirche hoch zu gehen, bis alle am Bahnhof eintreffen.



Und wir haben heute mehrfach Glück: Die Stadtbusse streikten am Mittwoch, dem Tag zuvor - geregnet hat es dann einen Tag nach unserer Tour, am Freitag - und trotz ziemlicher Verspätung der Regionalbahn erreichten wir in Friedrichshafen noch unseren Anschlusszug für die Rückfahrt nach Ulm!

Es war eine genussreiche Tour, exzellent vorbereitet von Rosemarie Geiger auf vorzüglich ausgeschilderten Wanderwegen (Bodensee LandGänge) - ein herzliches Danke von der ganzen Gruppe.

Heide Urban
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